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Haus Stapel

Das in Westfalen verortete Wasserschloss Haus Stapel wurde im Jahr 1211 als Eigentum des Klosters Werden erstmalig urkundlich erwähnt und von der Familie Kerckerinck bewohnt. Im Jahr 1575 wurde ein Vorgängerbau des heutigen Herrenhauses errichtet, während 1607 mit dem Bau der Vorburg inklusive ihrer Ecktürme begonnen wurde. In der darauffolgenden Zeit wurde die Burg fortlaufend den wechselnden Anforderungen an ihre wirtschaftliche Nutzung angepasst und gut ein Jahrhundert später wurde die Anlage schließlich um das reich geschmückte Torhaus ergänzt.  

 

Der familiäre Wechsel im Erbgang von Haus Stapel wurde 1801 durch die Hochzeit von Erbtochter Maria Theresia Freiherrin von Kerckerinck mit Ernst Constantin Freiherr von Droste zu Hülshoff eingeleitet. Für die wachsende Familie mit insgesamt 22 Kindern wurde das ehemalige Herrenhaus durch das heute erhaltene klassizistische Herrenhaus nach acht Jahren Bauzeit im Jahr 1827 ersetzt. Nach dem Aussterben der Familie Kerckerinck im Jahr 1880 ging das Erbe von Haus Stapel auf Klemens Friedrich Freiherr von Droste zu Hülshoff über, der zahlreiche bauliche Maßnahmen zur Instandsetzung des Herrenhauses in Auftrag gab. 1998 erfolgte die Eintragung in die Denkmalliste der Gemeinde Havixbeck. Darunter fällt die Schlossanlage mit ihrem Garten, der Park und das Erbbegräbnis, die Orangerie, das Gräftensystem, zwei Sandsteinfiguren an der Zufahrt, die Zufahrtsallee inklusive ihrer 1756 erbauten Kreuzigungsgruppe und drei Aa-Brücken.

 

Für die heutige Zeit ist die Gesamtanlage und insbesondere das klassizistische Haupthaus durch seine Architektur und Ausstattung von hoher kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. Der weitestgehend ursprüngliche Zustand der Bausubstanz spielt wegen seiner klassizistischen Stringenz in Westfalen eine besondere Rolle. Weiter ungewöhnlich für das Münsterland ist der vollständige Einsatz von Baumberger Sandstein. Die umfangreich erhaltene Ausstattung, wie zum Beispiel die gusseisernen Öfen, die Rheinansichten oder der Knake-Flügel im großen Saal, sind Zeitzeugen, die einen Einblick in die damaligen Lebensbedingungen des Adels und seiner Bediensteten geben.

Jahr

seit 2019

Ort

Havixbeck, Deutschland

Art

Sanierung

Status

In Ausführung

Seit 2023: Fassadensanierung Haupthaus

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Seit 2023: Nördliche Vorburg  - Sanierung und Umnutzung zu Wohnraum

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2019-2020: Fassadensanierung Torhaus

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